Luftfahrtbranche "schrumpft auf breiter Front"

Die extrem schlechten Verkehrszahlen im November sind nach Ansicht des internationalen Luftfahrtverbandes IATA ein weiteres Indiz für den Schrumpfkurs der Branche in diesem Jahr.

"Der 13,5-prozentige Rückgang in der internationalen Luftfracht ist schockierend", sagte IATA-Präsident Giovanni Bisignani am Dienstag. "Da die Luftfracht 35% des Wertes der international gehandelten Güter ausmacht, weisen die Zahlen auf den rapiden Verfall des globalen Handels hin. Die Branche schrumpft nun auf breiter Front", fügte der Experte hinzu. Im November brach der Luftfrachtverkehr verglichen mit dem Vorjahresmonat um 13,5%, das Passagieraufkommen sank um 4,6%. Angesichts der stärksten Rückgänge seit den Anschlägen im September 2001, Umsatzeinbrüche und der Gefahr von Stellenstreichungen sprach der Verband von einer "chronischen Krise" in der Branche. Im asiatisch-pazifischen Raum verbuchten die Fluggesellschaften mit einem Einbruch von 16,9% den stärksten Rückgang beim Frachtaufkommen. In Europa belief sich das Minus auf 11% und in Nordamerika auf 14,4%.

Hohe Kerosinkosten und die Wirtschaftsflaute haben den Fluggesellschaften somit weltweit ein rabenschwarzes Jahr beschert. "Wir erwarten hohe Verluste für das vierte Quartal", sagte Bisignani. Anfang Dezember hatte er für das Gesamtjahr Verluste von umgerechnet knapp vier Mrd. Euro prognostiziert. Im kommenden Jahr dürfte sich das Minus früheren Schätzungen zufolge dann auf rund zwei Mrd. Euro halbieren. Der schwache Novembertrend werde sich im nächsten Jahr zunächst fortsetzen, fügte der IATA-Präsident hinzu. (APA/red)

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