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USA wollen noch früheren Zugriff auf EU-Passagierdaten

Bis zu einer Stunde vor dem Start einer Maschine möchten die US-Einreisebehörden künftig auf Daten von Flugpassagieren aus Europa zugreifen können. Dies verkündete US-Heimatschutzminister Michael Chertoff gestern vor seiner Abreise zu einem viertägigen Besuch in Europa.

Derzeit müssen die Daten erst 15 Minuten nach dem Abflug eines Flugzeugs übermittelt werden. Dadurch kann es passieren, dass ein Flug aus Sicherheitsgründen umgeleitet werden muss.
Nach einem zwischen den USA und der Europäischen Union geschlossenen Abkommen zur Herausgabe von Passagierdaten erhält das US-Heimatschutzministerium eine Reihe von Informationen wie Adressen und Passnummern, nachdem ein Fluggast in Richtung USA abgehoben ist. Die Daten werden mit einer "No-Fly-Liste" abgeglichen, auf der Personen aufgeführt sind, denen die Einreise in die USA nicht erlaubt ist.
In den vergangenen Wochen waren zwei in Paris und Mailand gestartete Maschinen, die auf dem Weg in die USA waren, umgeleitet worden. Bei ihnen waren verdächtige Personen auf den Passagierlisten gefunden worden.
Chertoff will während seiner Europareise mit Beamten der Europäischen Kommission sowie Vertretern der Niederlande und Großbritanniens sprechen. In der EU gibt es Bedenken über mögliche Verletzungen des Datenschutzes beim Umgang mit den Passagierdaten.


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Foto: Richie Röder

Autor/in:

Freie Journalistin

Lange Jahre war Martha Steszl fix im Team des Profi Reisen Verlags, wo sie maßgeblich an der Entwicklung des Geschäftsreisenmagazins tma verantwortlich zeichnete. Nach ihrem Ausstieg ins Privatleben steht sie weiterhin als freie Redakteurin - oft & gerne auch für spontane Einsätze - zur Verfügung.





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