Reisetipps - Ihr Urlaubsmagazin

Touristiker präsentieren sich auf der actb
23 Januar 2012, 16:07

Wirtschaftskrise, Finanzkrise und Ratings werden die Menschen nicht vom Urlauben abhalten, sind die Chefin der Österreich Werbung (ÖW), Petra Stolba, und der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, überzeugt.

"Der Tourismus ist eine krisenresistente Branche", so Stolba. Die Zeichen stehen international auf Wachstum. 1960 reisten weltweit 70 Mio. Menschen, 2010 waren es bereits 940 Mio. Bis 2030 soll sich die Zahl der internationalen Gästeankünfte laut Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) auf rund 1,8 Mrd. verdoppeln.

"Auch Österreich wird von dieser Entwicklung profitieren - vor allem aber die afrikanischen und asiatischen Länder", erklärte die ÖW-Chefin heute, Montag, bei der Eröffnung der größten österreichischen Tourismus-Fachmesse actb (central european travel business) im Wiener Messegelände. Bei dem Branchentreff präsentieren 422 heimischen Unternehmen 790 internationalen Einkäufern und Medienvertretern aus 48 Ländern ihr touristisches Angebot.

Eine weitere mögliche Finanzkrise könne natürlich Auswirkungen auf den Tourismus haben, denn Urlaubsausgaben seien letztlich Konsumausgaben. "2012 wird sicher nicht einfach, wird kein Spaziergang - allerdings haben wir aus der Krise 2009 gelernt, dass Tourismus eigentlich schon ein Grundbedürfnis geworden ist". Die Menschen sparten voraussichtlich nicht am Urlaub, sondern im Urlaub - das heißt, sie bleiben tendenziell kürzer und geben eventuell auch weniger aus, räumte Stolba ein. "In Summe gehen die Experten für heuer aber von einer schwarzen Null bei den Ankünften aus."

"2012 werden wir das gleich gute Geschäft haben wie 2011", erwartet Branchensprecher Schenner, selbst Hotelier, der über 90.000 Tourismusbetriebe vertritt. "Die Gäste bleiben vielleicht kürzer, kommen aber öfter - selbst 2009 ist dem Tourismus nichts passiert." Urlaub sei etwas, was einem zustehe - einmal rauskommen aus dem Alltagstrott. Von eventuellen Preisnachlässen in den Beherbergungsbetrieben will er nichts wissen. "Dann müsste auch das Angebot reduziert werden." Vielmehr hält er moderate Teuerungen in Höhe der Inflationsrate für durchsetzbar. "Gute Leistung darf auch etwas kosten." (APA/red)



Autor: Dieter Putz
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